Herkunft
Cembali und Clavichorde des 17. und 18. Jahrhunderts sind im heutigen Musikleben wieder gegenwärtig und erlebten eine Renaissance in der originalen Aufführungspraxis. Im Rückgriff auf die Entwürfe bekannter Baumeister aus den Niederlanden, Frankreich, Italien und Deutschland fertigt Burkhard Zander verschiedene Tasteninstrumente in traditioneller Weise auf höchstem Niveau.
Seit den 1970er Jahren haben Musikwissenschaftler mit internationaler Unterstützung der Museumswelt die erhaltenen Tasteninstrumente systematisch untersucht und ihr chronologisches Zusammenwirken nachgezeichnet. Vieles tauchte wieder aus der Versenkung auf und manche Instrumente konnten Hunderte von Jahren nach ihrer Entstehung wieder spielbar gemacht werden. Der Cembalobauer von heute kann insofern den ursprünglichen Ideen sehr nahe kommen und im Studium historischer Saitenclaviere seine Arbeitsmethoden und Klangvorstellungen entwickeln. Im Unterschied zu den historischen Vorgängern kann er praktische Bauerfahrung in einer stilistischen Breite erwerben, die jenen verschlossen blieb.
Seine Arbeit fußt auf der Überzeugung, dass bedeutende Musikinstrumente zwar historisch verortet und wechselnden Moden unterworfen sein mögen, gleichwohl nur oberflächlich betrachtet Klänge aus ‚vergangenen Zeiten’ repräsentieren. Die Instrumente von Burkhard Zander bezeugen ein besonderes Gefühl für das Zusammenspiel von Resonanzkörper, Saitenkräften und Claviatur. Sie formen sich in handwerklicher Reflexion über Natur und Materie als kraftvolle Klangwerkzeuge mit eigener Handschrift, die sich im anregenden Austausch mit Musikern und im Konzertleben seit zwanzig Jahren bewährt haben. |